Die Jagd nach dem Glück

31. Dezember 2010

Die Erfahrung hat ihn weise gemacht. Als Hartmut Engler, Sänger der Rockgruppe Pur, wieder aufgetaucht war aus dem Meer von Alkohol und Verzweiflung, in dem er versunken war, hat er rückblickend festgestellt: Es war die exzessive Jagd nach den Glücksmomenten im Leben, die ihn direkt in die Depression geführt hat.

Natürlich, das wissen wir alle, mit dem Glück ist das so eine Sache, es steckt in jedem kleinen Ding, doch sobald man danach greift, ist es rettungslos verloren. Imer wenn wir anfangen, dem Glück hinterherzujagen, dann ist es auch schon weg.

Soweit ist das eigentlich ganz einfach. Das vertrackte ist nur: Niemand kann garantieren, dass das Gück zu uns kommt, wenn wir die Jagd aufgeben.

Aber heißt das nicht, dass wir uns insgesamt von der Idee verabschieden müssen, glücklich zu sein? Das wir unsere Hoffnungen und Sehnsüchte endgültig fahren lassen?

Sind Sie dazu bereit? (Ehrliche Antwort!)

Und wie fühlt sich das an, wenn Sie darüber nachdenken?

Eine indische Geschichte

09. August 2010

Ein Mann stirbt und hinterlässt seinen Söhnen siebzehn Elefanten. Im Testament hat er festgelegt: der älteste Sohn bekommt die Hälfte, der zweitgeborene ein Drittel und ein Neuntel soll der jüngste erhalten. Die Söhne überlegen hin und her, wie das gehen soll, aber es fällt ihnen keine Lösung ein. Die Söhne schimpfen auf den Vater, der wohl nicht mehr richtig bei Verstand gewesen ist, als er dieses Testament gemacht hat, sie streiten sich untereinander und sind schon dabei, einen der Elefanten zu töten, um besser teilen zu können, als ein Fremder des Weges kommt. Dieser hört sich die Geschichte an und sagt darauf: Nehmt meinen Elefanten zu den siebzehn hinzu, dann könnt ihr teilen, wie es im Testament steht. Die drei können gar nicht begreifen, wie der Fremde so großzügig sein kann, aber sie machen sich sofort ans Werk. Nun haben sie achtzehn Elefanten: Der erstgeborene bekommt die Hälfte davon, also neun, der zweitälteste ein Drittel, also sechs und der jüngste ein Neuntel, also zwei. Macht zusammen siebzehn. Die drei Brüder sind überglücklich und danken dem Fremden. Der nimmt den übriggebliebenen Elefanten, seinen eigenen, den achtzehnten, und geht seines Weges.

Jeder kennt das. Manchmal fehlt uns einfach ein wichtiges Teil, damit unsere Rechnung aufgeht. Gut wenn es dann einen Fremden gibt, der hilft. (Und wieder weggeht, hinterher.)

Horst Köhler

04. Juni 2010

Alle Welt spekuliert darüber, warum der Bundespräsident zurückgetreten ist. Was aber wäre, wenn Horst Köhler ganz einfach eine Depression hat, wie im Augenblick etwa vier Millionen andere Menschen in Deutschland? Dürfte das sein?